Rio de Janeiro – die “wundervolle” Stadt // “cidade maravilhosa”

“olha que coisa mais linda, mais cheia de graça, è ela menina que vem e que passa,…” – “Garota de Ipanema” (Girl from Ipanema): Mit diesem Ohrwurm fängt unser Wochenende in Rio de Janeiro an. Wirklich zufällig (ernsthaft!) haben wir ein Apartment in Ipanema gefunden, genau in dem Viertel, von dem im Lied gesungen wird. Und das an DEM Wochenende direkt vor Beginn der WM!
Ipanema ist nicht nur der beliebteste und schönste Strand, es ist auch das teuerste Viertel Rios. Zumindest behaupten das viele, dass es das teuerste ist. Wir sind aber überrascht von den eher niedrigen Preisen, in allerlei Hinsicht. Wenn es günstig ist, macht es eben besonders Spaß, am Strand abends Caipirinha zu trinken!

Als Großstadt-Fan liebe ich ja Sao Paulo. Insofern war für mich die Enge und Hektik dieser Stadt nicht so deutlich bemerkbar, bis ich in Rio ankam. Es war plötzlich so befreiend!

Das mag zum einen daran liegen, dass Rio de Janeiro gerade mal nur ein Viertel der Einwohner hat als Sao Paulo, nämlich 6,3 Mio (Stand 2010). Aber auch die “Architektur” der Stadt mit den Stränden und dem weiten Horizont, den saftig-grünen Hügeln mit wunderschöner Natur und mittendrin einem kleinen See, gibt einem einfach mehr Luft zum atmen!

Die charakteristischen Kennzeichen dieser Stadt tragen natürlich ebenfalls dazu bei.

Die Christus-Statue, die über Rio wacht… Es ist schon fast unheimlich, denn sie ist von fast überall sichtbar… Egal wo man ist, ob weit weg oder ganz nah, sie versetzt einen immer in große Bewunderung und Respekt. Lustiger aber nicht weniger des Respekts würdig sind natürlich die “Dois Irmaos” (die zwei Brüder) am Ende des Ipanema Strandes. Von weitem vermutet man nicht, dass sich dort die Favela namens “Vidigal” befindet. “Vidigal” ist eine der weniger gefährlichen Favelas. Dort gibt es sogar kleine Viertel, die bei Künstlern sehr beliebt sind, um ihre Ateliers dort platzieren. Fast ein echter Geheimtipp ist das Hostel an der obersten Stelle Vidigals, von der es die beste Sicht auf Rio gibt. Dazu mehr in einem separaten Blog-Eintrag…

Last but not least, darf man natürlich den Zuckerhut als starkes Wahrzeichen der Stadt nicht vergessen!
Es gibt noch so viel mehr solcher magischen Stellen in Rio, da ist es kein Wunder ist, dass sie “cidade maravilhosa” (wundervolle Stadt) genannt wird.

Obwohl Rio für gefährlicher gehalten wird als Sao Paulo, fühlt man sich dort weniger bedroht. Wahrscheinlich ist es deswegen leichter für die Diebe, ihre Opfer zu überraschen… Besonders in den Bussen. Trotzdem kommt man in dieser Stadt viel entspannter von A nach B, als in der chaotischen Industriestadt, in der schon seit 20 Jahren keine Optimierungen beim öffentlichen Transport unternommen wurden. In Rio haben die öffentlichen Verkehrsmittel wenigstens Fahrpläne!!

Auch ein Grund für die Entspanntheit in der “cidade maravilhosa” ist wahrscheinlich die Mentalität der “cariocas” (Einwohner Rios), mehr Spaß im Leben zu haben und weniger zu arbeiten. Es ist sogar ihre Priorität, hat man so den Eindruck. Hier funktioniert wenig, dafür sind die Menschen gelassener. Zumindest wirken sie so, wenn man die Menschen am Strand oder sonstwo in der Stadt beobachtet. “So ist es eben. Was soll man machen?” – Ob das Ignoranz oder schlichtweg Fähigkeit zur Akzeptanz ist?

Beide Städte haben ihre Vor- und Nachteile. Aber wer etwas fürs Auge und Downshifting mit Spaß haben will, der findet das garantiert in Rio de Janeiro! Man sollte sich nur mehr Zeit nehmen… Ein Wochenende ist nämlich definitiv zu kurz dafür!

(Bald als nächstes Thema: ein 3-Tages Plan für einen Besuch in Rio de Janeiro.)

 

English version:

“olha que coisa mais linda, mais cheia de graça, è ela menina que vem e que passa,…” – “Garota de Ipanema” (Girl from Ipanema): with this song already on our mind, a typical brazilian bossa nova  about Ipanema making it the most famous beach of Rio, our weekend starts apparently very well. By coincidence we got a place right in Ipanema! It turns out to be the most convenient area for tourists to live, and to be quite economic, considering it was the weekend just before the start of the World Cup 2014 here in Brazil. You’d usually expect the highest prices ever. Moreover, Ipanema is supposedly the richest and most expensive neighborhood Rio’s.

We are very suprised about the low prices in any perspective. It is more fun, having a cheap but still tasty caipirinha at the beach at night, isn’t it?

As a fan of big cities I love Sao Paulo. But when arriving in Rio I felt such a relief. Maybe because how Rio is structured and also because of a minor amount of inhabitants, it makes you actually breathe and have a feeling of freedom.

For people who love aesthetics, Rio is just the right city with its beautifully magical places like the Christ Redentor or the view from the beaches to either the „pao de açucar“ (sugar loaf) or the „dois irmaos“ (two brothers, the name of the two hills). From far away on the beach it’s difficult as a tourist to guess that there is actually one of the favelas, right in the middle of the hills. „Vidigal“ is a typical one, but actually it’s also very popular for artists. An almost still secret spot is the hostel right on top of Vidigal with a stunning panorama view on Rio.

With all the other characteristical sights, this just adds to the expression „cidade maravilhosa“ which means „wonderful city“.

Don’t be afraid of criminality and all the stories you’ve been told. Things like that can happen everywhere. And if it happens, it just happens without you being able to do anything about it. So accept it and let go. (of course, always follow the advices you’ve been given, like not taking credit cards and too much money wiht you, etc.).

Instead focus on enjoying all these beautiful things of the city and get on to the „carioca’s“ mentality to have more fun in life… !

(coming up next: a 3 days plan for visiting Rio de Janeiro.)

 

 

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