Mein Liebster Award – 11 Fragen, 11 Antworten

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Vor ungefähr einer Woche wurde ich von meiner ehemaligen Kollegin und lieben Freundin Mona, die den Blog mit dem wunderbaren Namen “Travel Makes You Richer” führt, für den “Liebster Award” nominiert. In ihrem Blog erklärt sie: “Der Liebster Award ist kein richtiger Award, sondern eher eine Art Kettenbrief, der von Bloggern an Blogger weitergegeben wird. Der eine Blogger stellt elf Fragen, die der nominierte Blogger dann beantworten muss, bevor er weitere elf Fragen stellen und andere Blogger nominieren kann.

Ziel des Ganzen ist, weniger bekannte Blogs bekannter zu machen. Mittlerweile gibt es so viele Blogs im Netz, dass du schnell mal den Überblick verlieren kannst. Und viele der Blogs, so wie meiner auch, sind noch ziemlich klein. Das soll aber natürlich nicht so bleiben.”

Auch wenn mein Blog nicht ausschließlich ein Reiseblog ist, stelle ich ab und zu gerne ein paar Reiseziele vor. Und die sollen eben auch nicht unbekannt bleiben. Also los geht’s, seid neugierig, teilt meinen Blog und lest meine Antworten auf Fragen. Und vielen Dank für die Nominierung, liebe Mona von “Travel Makes You Richer”!

~ Wie geht’s dir heute?

Zur Zeit geht es mir sehr gut, wie auch heute. Mir bleiben nur noch wenige Wochen bis zum Ende meines Sabbaticals, und es ist wie es so oft ist: am Ende ist es am schönsten, und am Ende kommt genau das, was man sich so lange gewünscht hat! Kaum war ich vor ein paar Wochen ein paar Tage wieder zurück in Sao Paulo, habe ich genau die Leute kennen gelernt, die mit mir gerade meine kleinen Filmideen umsetzen. Seit nur 2 Wochen bin ich also am schreiben, filmen, kreativ sein und ich liebe es! Besonders hier in Sao Paulo! Ich habe den Eindruck, dass in dieser Stadt so viel kreative Energie herrscht, wie ich sie in Deutschland nicht erlebt habe. Hoffentlich kann ich diese Energie bei meiner Rückkehr nach München mitnehmen und weiter ausleben!

~ Welcher ist dein Lieblingsartikel auf deinem eigenen Blog?

Das ist schwer zu sagen… Ich habe 3 bis 4 Lieblingsartikel hier. Aber vielleicht ist der Top-Artikel das Interview, das ich mit Dani Ruano geführt habe. Sie ist Fashion Stylistin und “cool hunter” in Sao Paulo. Sie kennt sich also in dieser Stadt und mit ihrer urbanen Kreativität sehr gut aus. Was eigentlich ein klassisches Interview werden sollte, wurde zu einer langen Konversation über die heutige Beeinflussung, Entfaltung und Entdeckung versteckter kreativer Charakteristika einer Stadt. Außerdem führte sie mich durch ein Viertel voller Graffitis! Das war ein langer, lehrreicher und inspirierender Tag! Hier geht’s zum Artikel! Ein Interview mit Cool Sampa

~ Was bedeutet für dich Heimat?

Ich brauche keinen Leberkäse, keine Brezn oder deutsches Fernsehen. Was mir am meisten am Herzen liegt, sind meine Familie und meine engsten Freunde. Somit ist für mich Heimat nicht unbedingt ortsgebunden. Vielmehr ist Heimat da, wo die Menschen sind, die ich liebe und mich emotional verstehen. Wo ich mich geborgen fühle. Heimat ist also “Liebe”.
Wenn das noch in einem warmen Land und am Strand wäre, wäre das natürlich ideal!

~ Hattest du auf deinen Reisen ein Erlebnis, das dein Verhalten nachhaltig beeinflusst hat?

Nein, dazu hatte ich kein besonderes Erlebnis. Aber die Reise hat mich im Verlauf langsam und leise schon verändert, glaube ich. Ich habe mich besser kennen gelernt. Ich habe mich vielen unterschiedlichen Situationen angepasst. Das ist mir leichter gefallen, dass ich das erwartet hätte. Und ich bin offener anderen Menschen gegenüber geworden. Ich war zwar schon immer offen, aber ich finde, dass ich auch ein gewisses “Prinzessinnen”-Verhalten hatte. Das habe ich nicht ganz abgelegt. Ich glaube nämlich, dass das viel mit seinem Selbstbewusstsein zu tun hat. Weil es selbstbewusst ist, zu seinen Meinungen zu stehen. Je besser man sich selbst kennt, desto besser kann man seine Bedürfnisse, die auch berechtigt sind, einschätzen und durchsetzen. Luxus habe ich auch nie wirklich gebraucht, aber ich bin sicher, dass ich mich simpleren Umständen (vor allem seit meiner Reise) sehr viel besser anpassen kann, als manche Kollegen…
Als Quintessenz will ich sagen: es kommt auf das Wesentliche an. Und das ist nichts Materielles. Das ist mir während des Sabbaticals immer klarer geworden.

~ Was war das Unnötigste, wofür du bisher Geld ausgegeben hast?

Am Flughafen beim Duty Free eine Gesichtscreme von Clinique, die Hautflecken angeblich verschwinden lässt. Lacht mich jetzt nicht aus! Normalerweise glaube ich solchen “Wundern” nicht. Aber an dem Tag war ich deprimiert, es ging mir einfach gar nicht gut, und ich habe dafür ungefähr 40 oder 50 USD ausgegeben… Mit meiner Einstellung zum Konsum passt das ja eigentlich gar nicht zusammen…
Alles andere, wofür ich Geld ausgegeben habe, bereue ich nicht. Ich kann ganz gut mit Geld umgehen, und dabei bin ich nicht geizig. Ich komme sogar mit einer vernünftigen Summe wieder zurück nach Deutschland…

~ Welches Reiseziel hat dich am meisten enttäuscht?

Tulum in Mexico. Die Strände sind wunderschön, mit weißem Sand und karibisch-tuerkisem Wasser. Aber die “Stadt”? Na ja. Es war ganz deutlich zu sehen, wo die Prioritäten in Tulum liegen. Für die Touristen alles schön machen, für die anderen darf es ruhig hässlich sein und schlecht funktionieren. Und somit gibt es ernsthaft nur eine einzige Straße mit Läden und Lokalen, und den Strand, wo man sich aufhalten kann. Alles andere ist extrem einheimisch, (und wahrscheinlich auch gefährlich), wo man sich eben nicht traut, hinzugehen.

~ Und welches Reiseziel hat dich am meisten überrascht?

Salt Lake City in Utah, USA. Ich hatte NIE Interesse nach Salt Lake City zu gehen. Bis ich erfahren hatte, dass dort jährlich das von Robert Redford gegründete “Sundance Film Festival” stattfindet. Nach meinem absolvierten “Filmmaking-Workshop” in LA im Herbst 2014 und wegen meiner Ambition, im Filmbusiness versierter zu werden, habe ich meine Freizeit dieses Jahr dafür genutzt, dahin zu gehen. Salt Lake City ist eine gemütliche Stadt und nichts für Adrenalin-Junkies. Aber die Natur drumherum war atemberaubend. Besonders wenn ich morgens um 7 Uhr den Bus zum Festival nahm, reflektierte das Morgenlicht so wunderbar rötlich auf die Berge und kreierte auf diese Weise ein wunderbares Panorama. Es war jeden Morgen wirklich schön, anzusehen, und machte das Opfer des Frühaufstehens sehr viel leichter.

~ Welche Reise-Apps kannst du empfehlen?

Da bin ich wirklich kein Experte. Immer, wenn ich nach neuen günstigen Möglichkeiten recherchiert habe, bin ich doch wieder zurück zu Kayak und Skyscanner gegangen. Mit diesen Apps bin ich immer sehr gut ausgekommen! Eine App, die mich regelmäßig frustriert hat, war allerdings Momondo. Auf der Website kann man Gabelflüge buchen, auf der App habe ich diese Funktion aber nie gefunden. Insgesamt finde ich die App nicht sehr nutzerfreundlich.

~ Was bedeutet für dich Luxus?

Wir bekommen sehr viel vorgeschrieben. Wie wir uns verhalten und was wir besser formulieren sollen, zum Beispiel. Oder wir sind anderen Arten von Einschränkungen ausgesetzt. Deshalb bedeutet Luxus für mich:

Freiheit, zu machen, was man will und wo man es will (natürlich nur in friedlicher Hinsicht).
Und: Sich seinem Glück hinzugeben.

~ Welches ist dein Lieblingsbuch?

Ayn Rand – The Fountainhead. Ayn Rand ist eine russische Philosophin, die in den USA gelebt und hauptsächlich in den 50ern und 60ern ihre philosophischen Ansichten in Romane verfasst hat. The Fountainhead gefällt mir persönlich sehr gut, weil darin die Authentizität und Integrität der Menschen behandelt werden, und wie sie durch die wirtschaftliche Welt kompromittiert werden kann, sehr gut beschrieben ist. Ich habe es in 2007 von einer lieben Freundin empfohlen bekommen. Es ist interessant zu merken, wie mich das über die Jahre in meiner Ansicht von Integrität bestätigt hat, und wie zeitlos dieses Thema ist. Integrität umfasst so viele Werte auf einmal, die ich selbst verkörpere und auch von den anderen mir gegenüber erwarte: unter anderem Ehrlichkeit und Loyalität.
Außerdem liest sich das Buch wirklich gut als Roman. Ich kann das nur empfehlen!

~ Wasser oder Berge?

Wasser!!!! Berge sind auch schön, aber ich habe mich immer eingeengt gefühlt, wenn ich beispielsweise durch die Alpen gefahren bin. Seen mag ich z.B. auch nicht so sehr, nur das Meer oder Flüsse mit relativ starker Strömung. Gerade finde ich es selber interessant, wie ich das formuliert habe – vielleicht mag ich nichts, das “still steht” und brauche Bewegung? Mit Bewegung kommt schließlich auch Veränderung. Und mit Veränderung wächst man an Erfahrung.
Das Meer hingegen erobert mich mit seinen Farben und dem Horizont. Meistens befindet man sich in einer warmen Jahreszeit am Wasser – und wer in meinen Blog auch zwischen den Zeilen liest, weiß ganz genau, dass ich mit Kälte einfach nicht harmoniere.
Am Meer habe ich das Gefühl, dass ich keinen materiellen Luxus brauche. Kein großes Haus, keine besonderen Klamotten. Sich nur im Bikini und vielleicht mal mit einem leichten Kleidchen drüber zu bewegen, ist so befreiend und “leicht”. Das lässt sich auch gleich auf die Stimmung und die Einstellung übertragen. Da kann man einfach nur “sein”.

11 neue Fragen…

  1. Was ist dir lieber – allein oder mit Freunden/Partner zu reisen?
  2. Kurztrips oder Fernreisen?
  3. Gibst du auf Deiner Reise mehr oder weniger Geld im Monat aus als du gedacht hast?
  4. Bist du auf Reisen schon mal ausgeraubt worden?
  5. Hast du ein Ritual, das du ausübst, wenn du gerade im Hotel eines dir noch unbekannten Ortes angekommen bist?
  6. Lieber Latein-Amerika oder Asien?
  7. Lieber Kompaktkamera oder DSLR?
  8. Wie haelst Du Dich auf Reisen fit?
  9. Erkundigst Du Dich über Deine Reiseziele im Reiseführer oder entdeckst Du lieber alles auf eigene Faust?
  10. Hast Du schon einmal auf Reisen im Ausland gearbeitet? Wenn ja, wo und wobei?
  11. Wenn es kein englisch-sprachiges Land ist, lernst Du die Sprache vorher oder vor Ort? Oder belässt Du es beim Englischen?

…gehen an www.kofferzuklein.wordpress.com. Ann-Kathrin berichtet nicht nur über ihre Reisen, sie interviewt auch gerne Reisende. Sie wurde am Anfang meines Blogs auf mich aufmerksam und hat ein Interview mit mir gemacht. Leider habe ich auf meinen Reisen keine Reise-Blogger kennen gelernt. Aber wenn Ihr jemanden empfehlen wollt, gebt mir gerne Bescheid!

Spielregeln

  • Bedanke Dich bei dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke seinen Blog.
  • Zeige, dass Dein Artikel zum Blogstöckchen “Liebster Award” gehört. Benutze dazu gerne das Awardbild.
  • Beantworte die elf Fragen, die dir gestellt wurden.
  • Formuliere selbst elf Fragen.
  • Nominiere bis zu elf weitere, noch recht unbekannte Blogger und bitte sie, Deine Fragen zu beantworten.
  • Informiere den jeweiligen Blogger über die Nominierung.

 

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